Sinusitis: Effektive Behandlungsmöglichkeiten

Sinusitis ist eine häufige Erkrankung, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Sie äußert sich durch Symptome wie Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Nasenverstopfung und postnasalen Tropf. Bei der Behandlung von Sinusitis gibt es verschiedene Ansätze, darunter die Verwendung von Medikamenten und chirurgische Eingriffe. Die Wahl der Behandlungsmethode hängt von der Art und Schwere der Sinusitis ab. In diesem Artikel werden wir wirksame Lösungen zur Behandlung von Sinusitis erörtern.

Kann Sinusitis mit medikamentöser Therapie kontrolliert werden?

Sinusitis wird allgemein in zwei Kategorien unterteilt: akute und chronische Sinusitis:

  • Akute Sinusitis tritt meist nach viralen Infektionen auf und kann durch Bakterien verursacht werden; sie heilt oft innerhalb weniger Wochen von selbst. In einigen Fällen können jedoch rezeptfreie Medikamente oder Antibiotika erforderlich sein.
  • Chronische Sinusitis ist durch eine langfristige Entzündung der Nasennebenhöhlen gekennzeichnet und kann umfassendere Behandlungsansätze erfordern.

Medikamentöse Therapien können eingesetzt werden, um Symptome zu lindern und Infektionen zu kontrollieren:

  • Abschwellende Tabletten oder Sprays: Sie reduzieren die Schwellung der Nasenschleimhaut und öffnen die Atemwege.
  • Antihistaminika: Sie helfen, den Nasenausfluss bei allergiebedingter Sinusitis zu kontrollieren.
  • Antibiotika: Diese werden auf ärztlichen Rat bei bakteriellen Infektionen der Sinusitis eingesetzt.
  • Steroide (Kortison) Nasensprays: Sie verringern die Entzündung in den Nebenhöhlen und bieten langfristige Erleichterung.
  • Salzwasser-Nasenwäsche: Diese hilft, die Nasennebenhöhlen auf natürliche Weise zu reinigen. Hierfür können in Apotheken erhältliche Lösungen oder selbstgemachte Salzwassermischungen verwendet werden.

Diese Medikamente sollten in der Regel nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden, da eine langfristige Anwendung einige Nebenwirkungen verursachen kann.

Ist eine chirurgische Intervention erforderlich?

Bei chronischen Sinusitis-Fällen kann die medikamentöse Behandlung möglicherweise nicht ausreichend sein. In diesem Fall kann eine chirurgische Intervention in Betracht gezogen werden. Sinusoperationsverfahren zielen darauf ab, den Abfluss und die Belüftung der Nasennebenhöhlen zu verbessern und Symptome zu lindern.

  • Funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS): Ein minimal-invasives Verfahren, das die Nasennebenhöhlenkanäle öffnet und den Abfluss von Schleim erleichtert.
  • Ballon-Sinuplastik: Eine Technik, die während der FESS eingesetzt wird, um die Nasennebenhöhlenkanäle zu erweitern.

Für Situationen, die eine chirurgische Intervention erfordern, sollte unbedingt ein HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) konsultiert werden.

Prof. Dr. Gediz Murat Serin

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